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Sehenswürdigkeiten in Nordfriesland

Sehenwürdigkeiten in Nordfriesland

Das kleine, nahe der Nordseeküste liegende Städtchen Friedrichstadt ist eines der außergewöhnlichsten Touristenattraktionen in Norddeutschland und sogleich ein bedeutendes Kulturdenkmal. Wie eine holländische Stadt aus dem Bilderbuch, so zeigt sich ein Großteil von Friedrichstadt. Tatsächlich wurde die Stadt auch von niederländischen Zuwanderern erbaut, die als Remonstranten und als Mennoniten in ihrer alten Heimat religiös verfolgt wurden. Sie sollten ursprünglich für Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf eine prosperierende Handelsstadt an der künstlich geschaffenen Mündung der Treene in die Eider errichten. Die Eskalierung des Dreißigjährigen Krieges und der nach dem Ende des Krieges folgende Rückzug vieler Holländer in die alte Heimat verhinderte das jedoch. Durch den Ruf von Friedrichstadt als tolerante Stadt zog es aber auch andere religiöse Minderheiten an die Eider, von denen heute neben den Remonstranten und Mennoniten noch die Lutheraner und Katholiken ihrem Glauben nachgehen.
Trotz einiger Kriegszerstörungen im Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1850 besitzt die Stadt noch viele original erhaltene Backsteinhäuser im holländischen Renaissancestil. Sie sind an ihren typischen Stufengiebeln sofort zu erkennen und könnten genauso auch in Holland stehen, denn das meiste Baumaterial, ja selbst die charakteristischen Ziegel, wurden extra aus den Niederlanden herangeschafft. Typisch sind auch die durch die Stadt führenden schiffbaren Kanäle, sie werden ebenso wie in der ursprünglichen Heimat der Bewohner als Grachten bezeichnet. Ungewöhnlich dagegen, die verschiedenartigen Gotteshäuser. Sie stehen meist unauffällig zwischen den Wohnhäusern. So eine richtige Stadtkirche gibt es dagegen nicht. Ein Beweis, wie gut das friedliche Nebeneinander unterschiedlicher Religionen funktionieren kann.
Mit dem Museum für Friedrichstädter Geschichte, dem Tischlereimuseum sowie dem Puppen- und Spielzeugmuseum sorgen auch drei Museen für Abwechslung. Außerdem gibt es in Friedrichstadt eine Minieisenbahn zu besichtigen sowie zahlreiche Galerien und Ateliers mit Präsentationen von Kunstwerken unterschiedlichster Art. Das Nonplusultra des touristischen Programms sind im Sommerhalbjahr allerdings die beliebten Grachtenfahrten, die von zwei Startpunkten aus von unterhaltsamen Kapitänen durchgeführt werden. Der anerkannte Luftkurort gehört damit zu den beliebtesten Ausflugszielen in Schleswig-Holstein.

St. Peter-Ording ist die große Ausnahme an der deutschen Nordseeküste. Nur dieser eine Badeort auf dem Festland besitzt einen am offenen Meer liegenden natürlichen Sandstrand. Wenn man woanders im Schlick des Wattenmeers, vielleicht sogar nur bei Hochwasser, oder nach einer langwierigen Fahrt auf eine Insel baden kann, ist es hier immer möglich. Ja, man kann sogar mit dem Auto direkt an den Strand fahren. Dieser gehört obendrein auch noch zu den größten und schönsten in Deutschland. 12 Kilometer lang und zum Teil mehr als 2 km Kilometer breit ist dieses Naturwunder. So etwas kann noch nicht einmal die Insel Sylt bieten. Kein Wunder, dass die Gemeinde damit ein besonders beliebtestes Urlaubs- und Ausflugsziel ist.
Doch St. Peter-Ording kann noch mit vielen weiteren Attraktionen Punkten. Die hiesige Küste besitzt eine einmalig ursprüngliche Beschaffenheit. Zwar wird die Ortschaft auch hier von Deichen geschützt, doch davor breitet sich eine Naturoase aus. Riesige, natürlich entstandene Salzwiesen liegen zwischen dem Ort und dem Badestrand. Keine Grüppen (künstliche Entwässerungsgräben) und Faschinen (Flechtwerk zur Landgewinnung) stören das Bild. Die Natur kann hier schalten und walten wie sie will. Und davon macht sie auch starken Gebrauch. Sandflug und regelmäßige Sturmfluten verändern die Landschaft ständig. Diesen Naturgewalten trotzen am Strand zahlreiche Pfahlbauten. Sie wurden zum Wahrzeichen von St. Peter-Ording.
Auch der Ort selber ist sehr interessant. Er besteht aus mehreren, sehr verschiedenartigen Ortsteilen. So gibt es zum einen den romantischen Ortsteil Dorf, mit kleinen reetgedeckten Häusern und blühenden Bauergärten aber auch den hochmodernen Ortsteil Bad mit großen Hotels und Freizeiteinrichtungen. Da St. Peter-Ording sogar eine eigene Schwefelquelle besitzt, lautet die vollständige Bezeichnung "Nordseeheil- und Schwefelbad St. Peter-Ording". Kureinrichtungen, Wellnesszentren, ein Freizeit- und Erlebnisbad, ein Naturerlebnistierpark, zwei Museen sowie zahlreiche Sportanlagen und Ausleihstationen sorgen für ungewöhnlich viel Abwechslung und Spaß. Der am westlichen Ende der Halbinsel Eiderstedt liegende Urlaubsort gehört deshalb zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Schleswig-Holstein.

Der Leuchtturm in Westerhever ist das Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt - und vielleicht sogar der  Deutschen Nordseeküste. Immer wieder taucht er in Zeitschriften und Prospekten auf, ja sogar in der Werbung und auf einer Briefmarke wurde er schon gezeigt.
Den Turm einmal zu besuchen lohnt sich wirklich. Er steht in einer faszinierenden Küstenregion, auf einer Warft, die außerhalb der Deiche liegt. Nur ausgedehnte Salzwiesen und der Westerhever Sand liegen zwischen dem Turm und dem offenen Meer. Auch wenn die Salzwiesen, im Unterschied zu denen in St. Peter-Ording, ursprünglich durch Landgewinnungsmaßnahmen entstanden, besitzen sie zum Teil auch ein natürliches Aussehen. Durch die Lage im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer finden seit 1991 auf rund 75 Prozent der Fläche keine Eingriffe mehr statt. In Richtung Meer folgen mit Queller- und Strandsoden bewachsene Flächen. Dann kommt der Strand. Er ist eigentlich ein mehr als zwei Kilometer breiter Hochsand, der aus einer Sandbank entstand. Die von Ebbe und Flut unabhängige Meeresbrandung ist ein beliebtes Badeziel. Aber mit Vorsicht zu genießen. Zwar bleibt der Hochsand in der Regel auch bei Flut trocken. Doch unter bestimmten Bedingungen (Springtide oder Sturm) kann er auch mal unter Wasser liegen. Die aktuelle Situation mit dem Stand der Gezeiten sollte also unbedingt beachtet werden. Wesentlich sicherer ist hingegen der bewachte Badestrand auf dem Hochsand der Nachbargemeinde St. Peter-Ording.
Der 41 Meter hohe Leuchtturm kann im Rahmen einer Führung auch bestiegen werden. Er bietet eine fantastische Aussicht auf weite Teile der Halbinsel Eiderstedt und die Insel- und Halligwelt der Nordsee. Für die zirka eine Stunde dauernde Besichtigung ist vorab allerdings eine Anmeldung erforderlich. Vom Leuchtturm aus führt der historische, unter Denkmalschutz stehende Stockenstieg zurück zum Deich.

Egal durch welchen Husumer Straßenzug der Besucher gerade schlendert, fast nirgendwo kann er dem großen Sohn der Stadt entgehen. Theodor Storm ist irgendwie überall: Dort sein Geburtshaus, hier sein Wohnhaus, da das Haus seiner Eltern, im Schlosspark sein Denkmal, in der Wasserreihe das Theodor-Storm-Museum und, und, und... Auch in Storms Novellen finden sich überall Bezüge zu Husum, egal ob es sich dabei um wichtige Bauwerke, Kunstdenkmäler oder die Eigenarten der Landschaft handelt. Nichts hat er ausgelassen. Als "Graue Stadt am Meer" beschrieb er, in einem seiner bekanntesten Gedichte, seine Heimat einst in düsteren Farben. Doch dem ist gar nicht so. Husum ist tatsächlich eine sehr bunte, romantische und auch quirlige Stadt.
Sehenswert ist schon der im späten Mittelalter angelegte Hafen. Eine Hafenpromenade lädt hier zum Bummeln und Verweilen ein. Mehrere kleine Straßen führen dann ins Herz der Stadt und zum Markt mit der klassizistischen Kirche St. Marien. Alte Patrizierhäuser, kleine Fischerhütten, aber auch vornehme Gründerzeitbauwerke und moderne Geschäftszentren bilden einen bunten Mix. Zusammen mit mehreren Museen und einem Schloss besitzt Husum deshalb viele abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten. Im Frühjahr wird die Kleinstadt sogar zur Hauptattraktion der gesamten Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste, denn dann verwandeln Abermillionen Krokusse den Schlosspark in ein einzigartiges Blütenmeer. Husum feiert deshalb jedes Jahr im März das Krokusblütenfest, zu dem zehntausende Gäste aus dem ganzen Norden anreisen. Husum, die Stadt die man auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Das Husumer Schloss heißt tatsächlich "Schloss vor Husum", obwohl es doch mitten in der Stadt liegt. Es wurde von 1577 bis 1582 für Herzog Adolf I. errichtet, gelangte später in den Besitz des dänischen Königshauses und diente mehrere Jahrhunderte lang vorrangig als Verwaltungsgebäude. Erst seit den 1980'er Jahren wird es auch kulturell genutzt. Im Schlossmuseum können die einstigen königlichen Repräsentationssalons, die Schlosskapelle und weitere Räume inklusive der Gemäldesammlung besichtigt werden. Im Jahr 2008 wurde zudem der Herzoginnengarten eröffnet. Er ist eine moderne Rekonstruktion des frühbarocken Gartenparterres.
Einem Naturschauspiel ist es zu verdanken, das die Hauptattraktion des Schlosses allerdings der Schlosspark ist. Wie in alten Zeiten gelangt der Besucher durch ein Portal aus dem 17. Jahrhundert in die an den anderen Enden offene Grünanlage. Ein Theodor-Storm-Denkmal erinnert an den großen Sohn der Stadt. Ansonsten handelt es sich eigentlich um einen einfachen, von Straßen umgebenen Stadtpark. Doch jedes Jahr im Frühjahr wird er zum wichtigsten Touristenmagneten der gesamten Schleswig-Holsteinischen Westküste. Abermillionen lilafarbene Krokusblüten verwandeln dann alle Rasenflächen in einen einzigartigen Farbteppich. Ein Schauspiel, das sich niemand entgehen lassen sollte. Deshalb wird in Husum alljährlich auch das Krokusblütenfest gefeiert und eine Krokusblütenkönigin proklamiert.

Das an der Mündung der Eider bei Tönning liegende Sperrwerk ist das größte Küstenschutzbauwerk in Deutschland und deshalb ein beliebtes Ausflugsziel. Auch wenn die Anlage bereits seit 1973 existiert, besitzt sie mit ihren fünf großen Doppeltoranlagen (Sieltore) nach wie vor eine faszinierende Ausstrahlung. Mittels der Sperranlage und dem anschließenden Damm wurde aus der zuvor von Gezeiten beeinflussten und von Sturmfluten gefährdeten Flussmündung der Eider ein Binnensee, dessen Wasserstand durch die Sieltore geregelt wird.
Von einem Parkplatz aus ist das Eidersperrwerk leicht erreichbar. Da die Straße als Tunnel zwischen den Toren hindurchgeführt wird, befindet sich auf der Anlage selber ein ruhiger Fußweg. Er bietet eine gute Aussicht auf die Nordseeküste und die Eider. Das nördliche Ende der Anlage bildet eine Schleuse, über die eine Klappbrücke führt. Eine weitere Attraktion sind außerdem die Möwen und Küstenseeschwalben. Sie haben sich den am Sperrwerk angrenzenden Damm als Brutgebiet auserkoren und sind daher aus nächster Nähe zu beobachten.
Da das an der Grenze zwischen Dithmarschen und Nordfriesland liegende Sperrwerk gleichzeitig als Straßenverbindung zwischen Wesselburen und der Halbinsel Eiderstedt (Garding und St. Peter-Ording) dient, ist es sehr leicht zu finden.

Die Stadt Tönning  mit dem Marktbrunnen von 1613, einigen im holländischen Stil erbauten Staffelgiebelhäusern, dem Schlossgarten und dem romantischen Hafen besitzt die kleine Stadt an der Eider mehrere historische Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch lohnt sich hier auf jeden Fall.

Nationalparkzentrum Multimar Wattforum in Tönning. Das Informations- und Bildungszentrum des Nationalparks Wattenmeer vermittelt über Aquarien und Gezeitensimulationen umfangreiches Wissen über das Leben im Watt. In den Ausstellungsräumen werden auch weitere Informationen über das Meer und die Meeresforschung vermittelt. Dabei darf vieles angefasst und ausprobiert werden.

Das Nordseemuseum in Husum.Gerade für unsere jungen Gäste sehr interessant, gibt das Museum, anhand zahlreicher Modelle, Auskunft über die Eigenarten der Natur und den Einfluss des Menschen an der Norddeutschen Küste.

Schiffahrtsmuseum Nordfriesland in Husum. Eine Ausstellung mit interessanten Exponaten aus der nordfriesischen Schifffahrtsgeschichte in Husum.

Theodor-Storm-Haus in Husum - Das ehemalige Wohnhaus von Theodor Storm ist ein im Jahr 1730 erbautes Kaufmannshaus mit zum Teil original erhaltener Ausstattung. Eine Ausstellung gibt Einblicke in die Arbeit und das Leben des berühmten Schriftstellers.

Das Nationalpark-Haus in Husum. Der Schwerpunkt des Nationalparkhauses in Husum ist eine Ausstellung über die Vögel im Nationalpark, mit Blicken in deren arktische Brut- und afrikanischen Wintergebiete.

Segeltörns mit dem Pfahlewer - Mit einem Nachbau der so genannten Pfahlewer, der flachbödigen Boote, mit denen die Fischer einst zum Fischfang fuhren, werden die Gäste von Husum aus aufs Meer gefahren.

Der Westküstenpark & Robbarium. Ein besonderer Naturerlebnistierpark in St. Peter-Ording mit Seehundbecken, Terrarien, begehbaren Volieren und weiteren Attraktionen.